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Doppelkronen

 

Doppelkronen

Doppelkronen sind zweiteilige Kronen, die übereinander gefügt werden können. Der innere Anteil der Doppelkrone wird im Mund auf natürlichen Zähnen oder auf Implantaten verklebt oder zementiert. Dieser verbleibt als Patrize fest im Mund des Patienten. Der äußere anatomische Teil ist zur Verankerung von herausnehmbaren Teilprothesen mit der Prothese verbunden. Damit lässt sich der Zahnersatz zur Pflege und Wartung aus dem Mund herausnehmen.

Doppelkronen sind seit über 100 Jahren bekannt und bewährt. So beschrieb schon der amerikanische Zahnarzt R.Walter Starr 1886 eine über Doppelkronen abgestützte Brücke. Zahntechnikermeister Eugen Schlaich aus Tübingen hat die Grundlagen der heutigen Teleskopkrone bereits in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts geschaffen.

Heutzutage ist es bei uns üblich, den inneren Anteil von Doppelkronen in Zirkondioxid herzustellen. Viele Patienten bevorzugen diese Kronenart weil sie zahnfarben ist. Anscheinend ist dies von Bedeutung, wenn die Prothese zur Pflege aus dem Mund genommen ist. Sie haben außerdem den funktionellen Vorteil, dass sich die Gleitflächen nicht 'festfressen' können, wie dies bei Metallkronen manchmal festzustellen ist und somit gleiten Metallkronen auf Zirkonkronen dauerhaft aufeinander. Außerdem haben sie aufgrund ihrer Oberflächengüte keinerlei Abnutzung.

Die abnehmbare Außenkonstruktion fertigen wir üblicherweise aus einer Metall-/Kunststoff Kombination. Als Metalle können hochwertige Goldlegierungen verwendet werden, oder die preiswertere, aber etwas grazilere Variante aus einem medizinischen Edelstahl.
Telesopkronen aus Zirkon Foto: Hans-Joachim Burkhardt


 

Die Teleskopkrone

Die Teleskopkrone ist eine besondere Art der Doppelkrone. Dabei muss das Innenteleskop, wenigstens zwei gegenüberliegende planparallele Flächen aufweisen, während das Außenteleskop als Matrize die anatomische Zahnform besitzt und dem lnnenteleskop vollständig anliegt. Werden mehrere Zähne mit Teleskopen versehen müssen alle eine gemeinsame Einschubrichtung haben.

Das Innenteleskop wird im Fräsverfahren hergestellt. Die Haftung beider Teleskopteile erfolgt über die Haftreibung und Gleitreibung, die sog. Friktion. Bei mehreren Teleskopen wird ein Halt auch durch Verkanten erreicht.

Bei der Herstellung besteht das Problem, dass die Friktion nur an einzelnen Kronen geprüft werden kann, aber die endgültige Haftung sich erst im Mund ergibt und manchmal viel zu stark ist.. Durch das Ein- und Ausgliedern der Prothese kann die Friktion im Lauf der Zeit erheblich nachlassen. Deshalb werden oft kleine Hilfsmittel, wie z.B. Miniatur Druckknöpfe (Sitec) eingesetzt.

Fräsung einer Teleskopkrone  Foto: Hans-Joachim Burkhardt Fertig gefräste Teleskopkrone Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Die Konuskrone

Die Konuskrone ist ebenfalls eine Doppelkrone, sie hat im Gegensatz zur parallelwandigen Teleskopkrone einen Konuswinkel, der eine Selbsthaftung durch ineinander pressen erlaubt. Dieser Winkel und die damit verbundene Haftkraft sind abhängig von der verwendeten Legierung und und den Anforderungen. Er kann zwischen 1° bis zu 6° betragen.

Die Teleskop- und Konuskronenschleifmaschine TKS-501 Konuskronen werden normalerweise gefräst, wir verfügen jedoch über eine Schleifmaschine, mit der es möglich ist, einen Selbsthaftungswinkel von 1° für eine optimale Lösung anzubieten, der die üblichen Probleme der Verkantung bei Teleskopen und die nachlassende Haftkraft der klassischen Konuskrone ausschließt.

Auf die modellierten Kronen werden Präzision-Gusskanäle befestigt. Sie dienen zur Aufnahme in die TKS Modell mit geschliffenen Doppelkronen


Die einzelnen Schritte zur Herstellung von Teleskopkronen und Konuskronen:



Zunächst werden 0,5 mm starke Kunststoffkäppchen hergestellt und mit Wachs aufgebaut. Der Gusskanal ist auf einer Krone bereits befestigt. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Die gemeinsame Einschubrichtung aller Einzelkronen wird über das Konator-System ermittelt.  Foto: Hans-Joachim Burkhardt


Die gesossenen Primärkappe passen normalerweise auf Anhieb. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

So sieht ein zur Politur fertiger Feinschliff mit der TKS aus.  Foto: Hans-Joachim Burkhardt
Wieder werden Kunststoffkäppchen hergestellt, sie dienen zur Festlegung der Mindeststärke der Sekundärkronen. Foto: Hans-Joachim Burkhardt


Das komplette Gerüst wird modelliert, inclusive der Retentionen für die Ersatzzähne. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Sauberes Modellieren hilft wertvolle Zeit und wertvolles Gold zu sparen. Foto: Hans-Joachim Burkhardt
Mit etwas Glück passt der gesamte Guss. Foto: Hans-Joachim Burkhardt


Ganz zuim Schluss, wenn die Verblendungen und der rosa Kunststoff aufgebracht sind wird auch das Gold auf Hochglanz poliert. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Weiche Übergänge, die den Zungenraum nicht einschränken sind unser Ziel. Foto: Hans-Joachim Burkhardt
Gleichmäßige und pflegeleichte Verblendungen wurden erreicht, die goldenen Rändchen verschwinden unter dem Zahnfleisch. Foto: Hans-Joachim Burkhardt


Verblendungen werden bei uns im allgemeinen mittels Facettentechnik hergestellt. Dabei werden hochwertige Kunststoffzähne bereits vor dem Modellieren der Sekundärkonstruktion auf die Primärkappen aufgeschliffen, ausmodelliert und ein Vorwall angefertigt. Dieser Vorwall dient uns dann in der Folge als Modellierhilfe für das Sekundärgerüst, das passend zu den Facetten hergestellt wird. Dadurch erreichen wir saubere und glatte Übergänge zwischen Metall und Kunststoff.

Doppelkronen mit Kunststofffacetten Foto: Hans-Joachim Burkhardt
   

Als Kunststoffe haben sich solche auf der Basis von PMMA (Polymethylmethacrylat) seit Jahren auf's Beste bewährt. Sie sind langlebig, verfärben sich nicht und gehen eine feste Verbindung mit dem rosa Prothesenmaterial ein. Außerdem ist durch die Facettentechnik eine gleichmäßige Färbung der Verblendungen sichergestellt, Individualisierungen sind trotzdem möglich.

Diese Kunststoffart ist bereits seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt, jährlich werden viele Tonnen davon zu künstlichen Zähnen und Zahnersatz verarbeitet. Es wurde immer wieder erfolglos versucht, die Acrylate zu diskreditieren und durch andere, wesentlich teurere zu ersetzen.



Eine etwas andere Gestaltungsform mit Goldbügel. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Die Aussenfläche wurde in diesem Fall sehr grazil gestaltet, damit der Kunststoff nicht zu sehr aufträgt. Die Kronenrändchen sind diesmal länger verblendet. Foto: Hans-Joachim Burkhardt
Ein gelungener Fall. Foto: Hans-Joachim Burkhardt

Im zweiten Beispiel wurde ein Goldbügel zur Versteifung angefertigt. Er liegt dicht am Gaumen an und verbindet die beiden Seiten. Er erlaubt eine grazilere Gestaltung der Zahnflächen im Bereich der Zungenspitze. Ob dieser Bügel notwendig ist hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab und muss von Fall zu Fall entschieden werden.


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