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Implantate
Zahnersatz auf Implantaten ist die
Königsdisziplin des Zahntechnikerhandwerks. Hier werden alle
Bereiche unseres interessanten Berufes zusammengeführt, jede
Technik kommt irgendwann zur Anwendung. Äußerste
Präzision ist Grundvoraussetzung, denn jede Arbeit ist eine
feinmechanische Herausforderung. Meist sind höchste
ästhetische Ansprüche zu erfüllen und jeder
noch so kleine Fehler kann fatale Folgen haben.
Wir unterteilen diese Aufgabe in folgende Bereiche:
- Einzelzahnversorgungen
bei Verlust einzelner oder mehrerer einzelner Zähne
- festsitzende Kronen und Brücken
bei Verlust größerer Spannen, bei denen Einzelimplantation
nicht möglich ist, auch Pfeilervermehrung
- abnehmbare Konstruktionen
bei massivem oder totalem Zahnverlust
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Einige Fallbeispiele zum Überblick:
- Einzelkrone auf Implantat
Der 23-jährige Patient hat nach einem tätlichen
Angriff den seitlichen Schneidezahn verloren.
Zur vollständigen Rekonstruktion seines Zahnes war die
Herstellung eines individuellen Aufbaues aus Zirkonoxid erforderlich.
Dieser wird auf das Implantat aufgeschraubt und dient als
Träger für die eigentliche Krone
Die Krone besteht im Kern ebenfalls aus Zirkonoxid und ist mit einer
auf Zirkon abgestimmten Spezial-Keramik verblendet. Das Ergebnis ist
nach Abheilung des Zahnfleisches nicht mehr von den eigenen
Zähnen zu unterscheiden.
Durch das Implantat konnten zwei gesunde Zähne erhalten
werden, die ansonsten als Brückenpfeiler hätten
beschliffen werden müssen.
Anmerkung: Die Kosten für diese
Krone übernahm die Versicherung des Gegners. |
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- Brücke auf mehreren
Implantaten
Der Patient hat sich zu einer Gesamtsanierung seines Gebissen
entschieden.
Als erstes wird diese festsitzende Brücke auf drei Implantaten
hergestellt. Alternativ wäre eine Teilprothese
möglich, die jedoch aus Komfort-Gründen für
den Patienten nicht in Frage kommt.
Grundlage für eine erfolgreiche Therapie ist eine detaillierte
Planung mittels Computer-Thomografie. |
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Brücken dieses
gewaltigen Volumens sind schwer in Metall zu gießen. Sie
werden oft porös und entsprechen somit nicht unseren
Qualitätsvorstellungen. Außerdem sind die
Metallkosten schlecht kalkulierbar, ein wahrhaft gewichtiges Problem.
Aus diesen Gründen wurde die Brücke in Zirkonoxid
gefertigt. Die Farbe des Gerüstes entspricht
annähernd der Erfordernissen durch das Restgebiss.
Der Zahnfleischsaum verkürzt die optische Länge der
künstlichen Zahnkronen und unterstützt die
Wangenmuskulatur. Die Implantate sind zur Reinigung mit kleinen
Bürstchen gut erreichbar. |
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- Abnehmbare Konstruktionen
Abnehmbare Konstruktionen auf Implantaten werden häufig
für den zahnlosen Kiefer angewendet. Auch Restzahnbestand mit
schlechter Prognose kann aufgrund der einfachen Reparatur- und
Erweiterbarkeit ein Grund für eine abnehmbare Prothese sein.
Starker Knochenabbau und damit verbundener Zahnfleischverlust , sowie
die eindeutig bessere Reinigungsmöglichkeit sprechen ebenfalls
für einen abnehmbaren Zahnersatz.
Sind abnehmbare Prothesen an ausreichend vielen Implantaten verankert
(etwa 6 Stück je Kiefer), sind sie in eingesetztem Zustand wie
festsitzende Brücken zu tragen und sehen meist
ästhetischer aus, als festsitzende Kompromisse.

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Wir führen Systeme folgender namhafter Hersteller:
- Astra
- Bego
- Camlog
- Friadent
- Nobel Biocare
- Straumann
- Zimmer
- weitere auf Anfrage
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Werkzeuge, wie Schraubendreher und Drehmomentschlüssel,
können wir leihweise zur Verfügung stellen.
Alle verwendeten Rohmaterialien sind nach DIN und CE geprüft,
für die zahntechnische Anwendung zugelassen
und optimal aufeinander abgestimmt. Selbstverständlich
übernehmen wir für unsere Arbeiten eine Garantie von
2 Jahren.
Kritik
Um optimale Ergebnisse erzielen zu können, muss der
Zahntechnikermeister alle Einzelheiten des vom Chirurgen zur Anwendung
gebrachten Implantatsystems kennen, derer gibt es viele.
Jeder Hersteller versucht sich mit Details von der Konkurrenz
abzuheben, mit teilweise fraglichem Erfolg. Kritisch betrachtet weisen
viele Systeme teilweise erhebliche Unzulänglichkeiten auf,
weshalb dringend angeraten ist, sich vor einer Implatation
über die spätere Funktion zu informieren. Die
Entscheidung für ein bestimmtes Verfahren müssen
Patient, Prothetiker und Chirurg gemeinsam treffen. Unser Wissen
stellen wir dabei gerne zur Verfügung.
Wir haben mit enormem Aufwand an verschiedenen Implantaten
präzisionsmikroskopische Vermessungen vorgenommen, die jedes
µ an Unstimmigkeiten dargestellt haben und manches
Phänomen, welches bei der täglichen Arbeit auftritt,
offen legen. Aus diesen Untersuchungsergebnissen resultiert
beispielsweise, dass Systeme ohne ausreichenden Rotationsschutz - solche
gibt es einige - nicht geeignet für den Einsatz als
Pfeiler für teleskopierende Arbeiten sind. Andererseits hat
sich gezeigt, dass viele Aufbauten nicht Bakteriendicht sind und nach
kurzer Zeit zu stinken beginnen.
Spaltmaße jenseits jedweder Passung, konische
Flächen die ihrer stabilisierenden Funktion nicht gerecht
werden, Oberflächen die durch Sandstrahlen zerstört
sind, und Modellanaloge, die ihre Aufgabe kaum erfüllen
können, sind nur einige Beispiele dessen, was wir dabei
entdeckt haben - leider auch bei namhaften Produkten.
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